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Börsenwissen Teil 2

Kontrollorgane

Der Börsenhandel wird strikt kontrolliert. So überwacht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) z. B. das Handelsgeschehen in Bezug auf Insiderhandel. Insiderhandel betreibt, wer beim Kauf oder Verkauf von Aktien Informationen ausnutzt, die nicht öffentlich zugänglich, aber für die Kursentwicklung von großer Bedeutung sind. Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft, die kurz davor steht, eine neue Entwicklung auf den Markt zu bringen, kauft viele Aktien, bevor die Öffentlichkeit von dieser Errungenschaft erfährt und der Aktienkurs rapide ansteigt. Ein solcher Insiderhandel gilt in Deutschland und in den meisten Mitgliedstaaten der Europäi schen Union als Straftat.Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft, die kurz davor steht, eine neue Entwicklung auf den Markt zu bringen, kauft viele Aktien, bevor die Öffentlichkeit von dieser Errungenschaft erfährt und der Aktienkurs rapide ansteigt. Ein solcher Insiderhandel gilt in Deutschland und in den meisten Mitgliedstaaten der Europäi schen Union als Straftat.

bafin

Nutzen der Börse für Volkswirtschaft, Unternehmen und Bürger

Unternehmen können ihre Kapitalbeschaffung auf eine breitere Basis stellen. Diese hängt – anders als bei einem Kredit – nicht von einzelnen Banken ab. Investoren, die an den Erfolg eines Unternehmens glauben und ihm des wegen ihr Geld zur Verfügung stellen, haben Chancen auf Gewinne – können aber ebenso Verluste erleiden.

Auch Staaten nehmen Geld an der Börse auf, und zwar in Form von Anleihen, um beispielsweise Straßen, Schulen und Universitäten zu finanzieren. In Deutschland werden sie Bundesanleihen genannt. Ihr Emissionsvolumen, also die Summe allen über die Bundesbank geliehenen Geldes, betrug Mitte 2016 1,5 Billionen Euro.

 

Elektronischer Handel Die Börse Frankfurt ist die bedeutendste deutsche Wertpapierbörse mit Sitz in Frankfurt am Main. 95 Prozent des Handels mit deutschen Aktien laufen bei der Deutschen Börse über das elektronische Handelssystem Xetra®. Mit elektronischer Handelstechnik hat sich die Form der Börsengeschäfte seit den 1990er Jahren grundlegend verändert. Früher fand der Handel ausschließlich auf dem Parkett statt. In diesem Fall trafen sich die Börsenteilnehmer persönlich zu festgelegten Zeiten an einem vorgegebenen Ort, dem sogenannten Parkett, um dort zu handeln. Geschäfte mit Wertpapieren wurden in hektischer Atmosphäre auf der Basis von Zurufen und vereinbarten Handzeichen abgeschlossen. Den Präsenzhandel mit Anlegern und Händlern vor Ort gibt es nicht mehr. Den Parketthandel gibt es aber nach wie vor. Er ist in Nebenwerten auch der wichtigere Marktplatz. Nebenwerte sind Aktien von mittleren und kleineren börsennotierten Gesellschaften, die nicht im DAX® enthalten sind.

ehandel

Der größte Teil des Handels findet heute bei der Deutschen Börse vollelektronisch statt und gestaltet sich wie folgt: Die elektronische Handelstechnologie Xetra® stellt alle eingehenden Kauf- und Verkaufsaufträge der Händler, in der Börsensprache „Order“ genannt, in einem zentralen Computersystem einander gegenüber. Die aufgegebenen Kauf- und Verkaufsaufträge sind im so genannten Orderbuch für die Marktteilnehmer, also für Händler genauso wie für Privatanleger, sichtbar. Stimmen Stückzahl und -preis überein, werden die Aufträge automatisch zusammengeführt. Ein Wertpapier wird dann dem einen Aktiendepot gutgeschrieben und aus dem anderen ausgebucht. Wenn man an der Börse handeln will, braucht man eine Art Konto bei einer Bank oder einem Online-Broker, das Depot genannt wird.

Die Spezialisten auf dem Parkett dagegen, die bei einer Wertpapierhandelsbank angestellt sind, überwachen die Ausführung der Kauf- und Verkaufsaufträge. Für jedes Wertpapier ist jeweils nur ein Spezialist zuständig, der dessen Orderbuch betreut. Die Orderbücher im Parketthandel sind, anders als im fortlaufenden Xetra®-Handel, geschlossen.

 

Algorithmischer Handel Sofern Handel per Computerformel stattfindet, spricht man von algorithmischem Handel. Die Computerprogramme sind so programmiert, dass sie auf alle mög lichen Informationen reagieren, z. B. auf bestimmte Marktdaten und Schlüsselbegriffe aus Pressemitteilungen. Die ausgewerteten Informationen werden auto- matisch in entsprechende Aufträge umgesetzt und in das Handelssystem eingesetzt. Eingabe, Änderungen und Löschungen von Aufträgen erfolgen vollautomatisch computerbasiert.

PantherMedia A8622629

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