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Börsenwissen Teil 1

… Fortsetzung „Wie die Börse entstand“

Auf der Suche nach Kapital:

Unternehmer Unternehmen – vom Pharmaunternehmen über den Online-Versandhändler bis zum sozialen Netzwerk – benötigen Geld für unterschiedliche Investitionen: den Bau einer neuen Fabrikhalle, mehr Personal, neue Softwarelösungen oder Serviceleistungen. Um Geld für diese Investitionen zu beschaffen, haben Unternehmen zwei Möglichkeiten: Sie können bei einer Bank einen Kredit aufnehmen oder sich für einen Börsengang entscheiden und Anteile am Unternehmen in Form von Aktien verkaufen oder eine Anleihe ausgeben.

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Eigentum und Rendite: Aktionäre Aktionäre erwerben Aktien, da sie an die künftige positive Entwicklung eines Unternehmens glauben und Kursgewinne erzielen möchten. Durch den Kauf der Unternehmensanteile werden Anleger zu Miteigentümern des Unternehmens. Sie erhalten in der Regel einmal im Jahr eine Dividende und sind damit am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Die Dividendenzahlungen gelten gerade in Zeiten mit niedrigem Zinsniveau als wichtiges Entscheidungskriterium für eine Aktie. Dividenden und Wertsteigerungen der Anteile sind die „Entlohnung” der Aktionäre für ihre Geldeinlage.

 

Neben der Dividende sind Aktien mit weiteren Rechten verbunden. Aktionäre haben Stimmrechte, berufen den Aufsichtsrat, der wiederum die Geschäftsführung des Unternehmens einsetzt und kontrolliert. Diese Rechte üben Aktionäre auf der Hauptversammlung aus. Dort legen sie auch fest, wie hoch die Gewinnausschüttung sein wird. Dabei wird das Stimmrecht nicht nach Köpfen, sondern in der Regel nach den jeweiligen Anteilen am Grundkapital (= Eigenkapital einer Aktiengesellschaft) ausgeübt. Außerdem haben Aktionäre ein Vorkaufsrecht, falls das Unternehmen neue Aktien ausgibt.

 

„Faire” Preise

Die Geschichte zeigt: Der Gedanke, durch die Ausgabe (Emission) von Aktien Geld für Investitionen zu beschaffen und eine Unternehmensidee zu finanzieren, ist schon sehr alt. Damals wie heute ist die Börse der Markt, auf dem Angebot und Nachfrage für Wertpapiere zusammengeführt werden. Der Aktienkurs ist dabei der Preis, zu dem eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Entsprechend den Veränderungen von Angebot und Nachfrage bilden sich laufend neue Preise bzw. Kurse.

Es gibt Kauf- und Verkaufsangebote, die in der Börsensprache als Kauf- und Verkaufskurs bezeichnet werden. Diese Kurse bzw. Preise verschaffen Anlegern Transparenz über den aktuellen Wert ihres Anteils am Unternehmen und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens.

Die bekannteste Anlageform an der Börse ist die Aktie. Es werden jedoch auch andere Wertpapiere gehandelt, zum Beispiel Anleihen, die von Ländern, Banken oder Unternehmen ausgegeben werden. Es gibt auch Rohstoffbörsen, an denen Gold und Silber oder landwirtschaftliche Produkte wie Getreide und Kaffee oder auch Energierohstoffe wie Kohle oder Erdöl gehandelt werden.

 

Händler vermitteln Geschäfte

Käufe und Verkäufe an der Börse werden im Auftrag der Aktionäre von spezialisierten Händlern durchgeführt. Diese verfügen über Fachkenntnisse und sind an der Börse zugelassen. Die Händler müssen Regeln einhalten und werden von verschiedenen Institutionen und Behörden überwacht, sodass die Börsenpreise „fair” zustande kommen und sich die Aktienkurse ausschließlich nach Angebot und Nachfrage verändern.

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Würde man außerhalb der Börse kaufen oder verkaufen, könnte es passieren, dass man einen viel schlechteren Preis erhält. Der Börsenhandel ist neutral, das heißt Käufer und Verkäufer lernen sich niemals kennen. Des Weiteren garantiert der Börsenhandel, dass Käufer ihre Wertpapiere und Verkäufer ihr Geld erhalten.


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